Königszug 2002


Auf ein halbes Jahrhundert Vereinsleben zurückblicken können beim diesjährigen
Schützenfest die " Grüne-Husaren Frimmersdorf".

Im Jahre 1952 wurden sie vom Jägerzug " Lützow", wo einige ihrer Väter aktiv den
Schützenbetrieb wieder in Gang brachten, gegründet. Und die Mütter schneiderten aus
" allerfeinsten Stoffen" Uniformen. Als stattliche Knaben wurden sie alsdann der
Frimmersdorfer Schützenwelt präsentiert.

Ja, es wurde schon damals für den Nachwuchs gesorgt.

 

vorn: Willi Steinhäuser, v.l.n.r.: Hans Brüggen, Willibert Heyt, Hans Loosen,
Karl-Heinz Schnorrenberg

 

Immer mehr kleine Schützen schlossen sich dieser Formation an. Um dem Umzug einen
schönen Glanz zu verleihen wurden im Laufe der Jahre Uniformen geliehen, wie Edelknaben
und Tellschützen. Aus Edelknaben wurden Jugendliche und man beschloss, einen Jägerzug zu
bilden. Der Jägerzug wurde " Waldeslust" genannt und vom Zugführer Hans Brüggen
geleitet. Im Jahre 1964 wurde eine Zugkönigskette angeschafft und der 1. Zugkönig hieß
Jakob Schieren.
Im Jahre 1968 wechselte ma in die Uniform und aus dem Jägerzug " Waldeslust" wurden die
"Grüne-Husaren Frimmersdorf" unter Zugführer Hans Loosen.
Im Laufe der Jahre wurden eigene Uniformen und Säbel angeschafft. Doch es fehlte noch
etwas und das war die Standarte. In einer Versammlung wurde einstimmig beschlossen eine
solche anzuschaffen. Nach eigenen Ausarbeitungen und Angaben von Heinz Linden und
Heinz Linges liess man die Standarte anfertigen. Sie wird bis heute mit Stolz an
Schützenfesten mitgeführt.
Schon bald wurde die Liebe zum Fackelbau entdeckt. Von 1972 bis 1994 wurde der
Frimmersdorfer Fackelzug mit insgesamt 17 Großfackeln verschönert.
Im Jahre 1982 folgte der erste Höhepunkt im Vereinsleben der Grünen Husaren, sie durften
sich Königszug nennen. Zugführer Hans Loosen war für das Schützenjahr 1982/83
Repräsentant des Bürgervereins. Er schenkte dem Bürgerverein die erste Fahne mit Wappen
und Aufdruck " Gemeinde Frimmersdorf", welche heute noch als Druckvorlage für die vielen
Fahnen, welche an Schützenfest unseren Ort verschönern, dient.
Der nächste Höhepunkt in ihrem Vereinsleben war die Königswürde von Hans-Josef
Kwasny 1988 in unserem Nachbarort Neurath.
Auch das Schmücken der Klompen liegt ihnen sehr am Herzen. Die rege Teilnahme bestätigt
das Interesse und die Begeisterung.
Beim alljährlichen Schützenfussballturnier wurde 3 mal der Turniersieg gefeiert.
1990 wurden von einigen Zugmitgliedern mit Trommel, Flöt, Becken und dicke Tromm zum
ersten mal Samstagsmorgens an Schützenfest aufgespielt. Hieraus entstand der heutige
Spielmannszug " Hau Drauf".
Fünf Jahre später, im Jahre 1995, übernahm Michael Wirtz die Königswürde im Bürgerverein.
Ein Jahr, das die Zusammengehörigkeit innerhalb ihres Zuges weiter festigte. Das Königsjahr
war für die Grünen Husaren auch Anlass, unsere Schwestergemeinde im Frankenland zu
besuchen. Natürlich " met Tromm un Flöt" .
Auch im Jubiläumsjahr stellen die Grünen Husaren mit Hubert Geritan den Regimentskönig.

Ihr Arrangement im Bürgerverein erkennt man daran, das mit Heinz Linges, Hans-Peter
Fenger und Hubert Geritan 3 Mitglieder jahrelang dem Vorstand angehörten bzw. noch
angehören. Der gleiche Einsatz gilt auch bei den Durchführungen des alljährlichen Fußball-
und Kegelturniers.

Aber auch das gesellige Leben wird in dieser Gemeinschaft groß geschrieben. Durch viele
Veranstaltungen wird das Für- und Miteinander gepflegt. Die Zugdamen sehen und fühlen
sich als unentberlichen Teil der Grünen Husaren. Sie haben dabei einen nicht zu
unterschätzenden Anteil an ihrer Gemeinschaft.
Verfasser: Karl-Heinz Schnorrenberg

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